Golf

Mein Golf-Lebenslauf

Hier in Deutschland ist es sehr problematisch, einen Golfparcours zu spielen, ohne eine Platzreife vorweisen zu können. Daher bin ich in Bremens öffentlichem Golfplatz Golf Park an der Lesum gelandet und habe dort Platzreife und Handicap 54 errungen, nachdem ich die Golfregeln verinnerlicht habe. Am 19.08.2003 war es endlich soweit: Nach bestandener Theorieprüfung stand der Termin für die Stablefort-Prüfung auf dem Lesumer Golfplatz. Leider hat man nicht die Möglichkeit, den Platz vor der Prüfung richtig kennen zu lernen, denn die Trainingseinheiten umfassen bestenfalls die Löcher 1 bis 3. Bei der Prüfung (es mussten 8 Stablefort-Punkte erreicht werden) muss man allerdings deutlich mehr Löcher spielen. Einige davon schrecken den Anfänger mit fiesen Wasserhindernissen wirklich ab, zumal man dabei einige (teure) Bälle versenkt. Schade, dass dieses scheinbar so wichtige Formular (die Platzerlaubnis) nicht mehr ist als ein einfaches A4-Blatt. Ein Büchlein oder ähnliches zum Eintragen meines Handicaps hätte ich da schon erwartet, aber ich befürchte, das gibt es erst mit Beginn einer Vereinsmitgliedschaft. Von meinem ersten Golfturnier werde ich dann zu gegebener Zeit berichten;-)).
Anfang Juli 2003 habe ich einen weiteren Golfplatz im weiteren Umfeld von Bremen besucht. Bei Golf in Hude darf man sogar ohne Platzreife auf einem 9-Loch-Platz spielen! Anbei ein kleines "Video" von meinem Abschlag an Loch 8. Ich finde diesen Platz sehr gut angelegt mit teilweise langen Bahnen (300m), etwas Wasser und wenig Bunkern, dafür geschützte Biotope und leicht hügelig. Im Vergleich zum Golfpark an der Lesum könnte man zusammenfassen: Lesum - gibt sich nobel bis versnobt, ist aber völlig bürgerlich; Hude - gibt sich bürgernah, ist aber sehr fein angelegt!
Die Saison 2004 konnte ich dank der Begleitung zweier guter Spieler aus Schweden bereits Mitte März beim Achimer Golfclub e.V. eröffnen. Diese 9+18-Loch-Anlage zeichnet sich weniger durch Schwierigkeit als vielmehr durch extrem lange und breite Bahnen aus. Hier stellte sich mein nicht vorhandenes Driver-Können als größte Herausforderung dar.
Interessant scheint mir auch die Möglichkeit, Mitglied in der Vereinigung clubfreier Golfspieler zu sein, um darüber auf unzähligen Clubanlagen gegen Greenfee spielen zu dürfen. Jedoch wird meine Platzreife vom Club an der Lesum nicht anerkannt. Gegen eine (hohe) Gebühr kann man beim VcG erneut die allgemeine Platzreife erlangen und dann erst sein Handicap verwalten (lassen). Schade, dass solche Dienstleistung nicht im Jahres-Clubbeitrag von ca. 200,- Euro enthalten ist.
Anno 2005 habe ich 18 Löcher beim Golf-Club Bremer Schweiz e.V. gespielt. Die Anlage befindet sich gerade im Umbau und wie ein Clubmitglied mir erzählte, läuft das alles nicht so ab, wie viele Mitglieder das gerne hätten. Durch die Umkehrung einiger Bahnen kommt es zu teilweise sehr langen Wegen von einem Green zum nächsten Tee. So konnten wir Tee 1 zunächst gar nicht finden, Tee 10 ist sehr weit von Green 9 entfernt und darf trotzdem bei einer 9er-Runde nur bespielt werden, wenn auf Bahn 9 gerade niemand spielt. Nun aber zu meinem (weiterhin laienhaften) Eindruck des Platzes. Der Empfang war höflich, aber nicht übermäßig motiviert. Als VcG-Mitglied musste ich wohl mehr bezahlen als die anderen (am Wochenende 36,- zuzüglich 2,- pro Token für die Driving Range). Letztere befindet sich in einem sehr guten Zustand und war zunächst extrem voll, das hat sich aber schnell gelegt. Nach Einspielen auf der Chipping- und Green-Wiese haben wir unseren Abschlagplatz gefunden. Alternativ stehen überdachte Plätze (mit Flutlichtanlage) sowie sogar Abschlagmatten im Freien zur Verfügung. Nun aber zum 18er-Platz. Die ersten 9 Löcher sind sehr gleichartig: für meine Verhältnisse sehr lang (ca. 250 bis 500 Meter), sonst aber ohne nennenswerte Schwierigkeiten. Die zweiten 9 Löcher verdienen den Namen "Schweiz", denn es geht teilweise "steil" bergauf und bergab. Hier gilt es auch viel Wasser zu überwinden, nicht einfach nur seitliches, sondern manchmal mehrere Gräben an einem Loch! Mich hat es erwartungsgemäß wieder einige Bälle gekostet. Ohne Ballangel wäre ich hier völlig aufgeschmissen;-))
Seit 2006 gibt es sozusagen mitten in Bremen eine neue 9-Loch-Golfanlage, die jedermann mit PE zugänglich ist. Unter Golfrange Bremen findet sich eine Anlage, die in das Oval der Galopprennbahn integriert wurde. Dadurch, dass alles ganz neu ist, ist es natürlich auch schön. Eine wunderbare Driving Range mit teilweise überdachten Abschlägen auf Kunstrasen, zwar knapp bemessener, aber gerade noch ausreichender Platz auf dem Übungsgrün sowie der Chipping-Wiese, aber erst recht die teilweise langen Bahnen mit immer wieder “ekligen” Wasserhindernissen machen den Parcour zu einer sehr interessanten Anlage für Golfer ohne jegliche Avancen, was die Verbesserung des Handicaps angeht. Durch Zufall wurde ich auf die in den Statuten festgelegte Kleiderordnung hingewiesen und gezwungen, einen “Kragen” zu tragen. Mangels Poloshirt oder Oberhemd hätte ich beinah wieder nach Hause fahren dürfen, wenn nicht der Betreiber mit einer kostenlosen (!) Leihgabe ausgeholfen hätte. Leider verstehe ich immer noch nicht so recht, warum sich die Golfer oder wenigstens die Anlagenbetreiber immer noch so viel aus Äußerlichkeiten machen. Schließlich bin ich immer ein gut zahlender Gast.
Demnächst werde ich mal "Golfen, wo es besonders schön ist". Am 30. April 2005 bot der Golfclub Worpswede einen Schnuppertag. Den habe ich verpasst, aber ich werde mich demnächst mal aufmachen, diesen Platz zu erkunden. Etwas schreckt mich noch ab, dass ein Greenfee nur ab Hcp -45 möglich ist. Mir als Nicht-Turnier-Spieler sind da offensichtlich Grenzen gesetzt.
Im September 2003 habe ich in Florida einige Golfplätze gespielt. Zum Glück stellen sich die Amerikaner kein bisschen an, was Platzerlaubnis, Clubmitgliedschaft oder ähnliches angeht. Insbesondere die Stadt Naples muss ich da hervorheben, eine reine Golferstadt; die Stadt mit den meisten Golflöchern pro Einwohner weltweit, soll heißen im Umkreis von ca. 20 Meilen gibt es locker 150 Golfplätze (praktisch alle mit 18 Löchern!). Anbei zwei Fotos meiner Golfaktivitäten im Urlaub: Carsten beim Schlag und Carsten im Elektrocaddy. Grundsätzlich stellen sich die amerikanischen Plätze in gigantischen Dimensionen dar. Daher ist ein Caddy selbstverständlich. Ellenlange Bahnen mit Hindernissen, die ich als Anfänger für nicht unüberwindbar halte, lassen einen locker 5 Stunden auf dem Platz verbringen. Mag sein, dass man mit einem 200m-Schlag schneller ist. Ich muss mich noch mit der Hälfte zufrieden geben.
Mitte 2009 stelle ich fest, dass ich keine Zeit fürs Golfen finde. Ich werde meine Aktivitäten daher auf Null zurückfahren und evtl. in einigen Jahren wieder darauf zurückkommen.

Regeln des Deutschen Golf Verbandes DGV

Bei der Suche nach Prüfungsunterlagen für die Erringung der Platzreife bin ich auf nur sehr wenige Seiten mit den amtlichen Golfregeln gestoßen.
Ich stelle hier ein Dokument im PDF-Format zum Download bereit, damit anderen die Suche etwas erleichtert wird. Das Dokument wurde erstmals Mitte Juni 2003 überarbeitet, der Index mit noch mehr Stichwörtern versehen, und ein erweiterter Anhang eingeführt, der sich mit Fragen aus der Regelkunde befasst. Nach Berücksichtigung von Regeländerungen für 2004 habe ich Anfang März 2008 wiederum eine überarbeitete Version zum Download (633 kB) erstellt.

Sehr hilfreich ist sicherlich auch folgende Website der ASG Association Suisse de Golf mit mehrsprachigem Theorieteil.
Ferner darf der Hinweis auf golf.de sicherlich nicht fehlen. Dort gibt es u.a. auch eine Art FAQ.
Ich biete ein Programm zum Üben der Regeln (Regelquiz vom VcG; knapp 3,5 MByte) zum Kauf an. Es soll unter MacOS und (natürlich) unter Windows laufen und fragt unter Prüfungsbedingungen (60 Minuten) 40 Fragen aus einem Archiv von 200 Fragen ab. Wer's haben will, meldet sich bei mir.
Schlussendlich habe ich auch noch eine Art FAQ im PDF-Format (Fragen und Antworten zu kniffligen Golfsituationen) zusammengestellt.

Durch einen ciao-Kontakt bin ich auf thokla.de gestoßen. Dort wird - neben vielen anderen Golf-Tipps - sehr ausführlich auch "mein" erster Golfplatz El Kantaoui Golf Course beschrieben.

Links for whome it may concern. Especially for my English speaking guests. Here are the rules of golf in pdf format. You can also download these rules here. A small pdf manual with 170 pages (ca. 800 kByte).

Seit KW 39 in 2003 habe ich auch mein eigenes Golfset! Insbesondere für Einsteiger bietet es sich an, etwas Geld zu investieren und sich sein Set zuzulegen, damit man seinen Stil entwickeln kann und nicht immer eine Anpassung an die Leihsets vornehmen muss. Ich empfehle (insbesondere für Golfer aus dem Raum Bremen, aber wegen Versandhandel grundsätzlich auch entfernter Wohnenden) einen Blick auf MrScott Golf Europe bzw. die Kontaktaufnahme direkt per Mail.

Competition Stableford Adjustment CSA

Zum 1. Januar 2007 hat der DGV das so genannte CSA übernommen. Dabei handelt es sich um eine Stableford-Anpassung, durch die bei einem Turnier erzielte Ergebnisse automatisch den Spielbedingungen am Austragungsort angepasst werden, womit die bisherige 10%-Regel ersetzt wird. Das Course Rating (CR) legt wie bisher grundsätzlich den Schwierigkeitsgrad des Platzes fest; extrem widrige äußere Bedingungen (Hitze, Regen, Matsch) erhöhen den Schwierigkeitsgrad jedoch am Turniertag. Bei durchschnittlich normalen Ergebnissen ändert sich nichts, das CSA kommt nicht zur Anwendung. Bei erschwerten oder bei erleichterten Bedingungen werden die Ergebnisse aller Spieler für die Vorgabenverwaltung um -1 bis +3 Stableford-Nettopunkte nach CSA angepasst. Siehe auch Faltblatt des DGV zur Wettspielabhängigen Stablefort-Anpassung (CSA).

So wird gewertet

Zur Ermittlung des CSA wird die prozentuale Verteilung der Turnierteilnehmer in den Handicapklassen 1 bis 4 (also max. HC -26,4) herangezogen und auf die nächsten vollen 10% gerundet. Eine Berücksichtigung der Handicapklassen 5 und 6 entfällt. Wenn das Starterfeld eines Turniers sich nur aus diesen Klassen zusammensetzt, entfällt die Anwendung des CSA. Beispiel: Bei einem Turnier ergibt sich folgende Verteilung der Handicapklassen: 1 (10%), 2 (20%), 3 und 4 (70%); diese Verteilung findet sich in der ersten Vertikalspalte der Tabelle (gelb). Stellt sich nach Abschluss des Turniers heraus, dass nur 10 Prozent der Spieler das Turnier mit 34 oder mehr Stablefort-Nettopunkten absolviert haben, dann werden allen Teilnehmern über die Clubverwaltungssoftware automatisch 2 weitere Stablefort-Nettopunkte gutgeschrieben (Markierung 9-13). Stellt sich hingegen heraus, dass bei gleicher Verteilung der Vorgabenklassen 39 oder mehr Prozent der Spieler 34 oder mehr Stablefort-Nettopunkte erreicht haben, ist der Platz diesmal offenbar leichter zu spielen, also wird allen Spielern ein Nettopunkt abgezogen (Markierung 39+).

CSA
Eine weitere Regeländerung gilt erst seit Anfang 2008:

Sternchen

Mithilfe einer Sternchen-Kennzeichnung soll “Handicapschonern” entgegnet werden. Golfer, die mit einem Handicap bei Turnieren antreten, die nicht ihre aktuelle Spielstärke widerspiegeln, und dann in der Wertung und bei der Siegerehrung ordentlich abräumen, sind davon betoffen. Wer 2007 weniger als 4 vorgabewirksame Turniere absolviert, erhält auf dem Stammblatt und der Vorgabenbestätigung 2008 kein Sternchen. Und ohne Sternchen können Spieler von Turnieren ausgeschlossen werden oder dürfen nur außer Konkurrenz teilnehmen.

Kleines Golf-ABC

Im Folgenden möchte ich Informationen anbieten, die im weiteren Sinne mit Golfsport zu tun haben.

Bälle

Es gibt Two-Piece- und Multilayer-Bälle. Erster bestehen aus Kern und Schale und waren früher eher hart. Durch Verwendung moderner Materialien und dünnerer Schalen sind Bälle entstanden, die durchweg über ordentliche Spieleigenschaften (insbesondere Länge) verfügen. Die Multilayers verfügen über einen großen, festen oder flüssigen Kern, um den eine dünne Schicht (Mantel oder Cover) gespannt ist. Darüber befindet sich die Schale. Dieser Aufbau ermöglicht viel Spin für Schläge aufs Grün. Seit 2002 gibt es auch einen vierteiligen Ball. Einige Hersteller bieten Schale, Mantel und zwei Kerne, die anderen setzen auf Schale, zwei Mantelschichten und einen Kern.
Ganz neu sind (Multilayer-)Golfbälle mit integriertem RFID-Sender, der die Suche auf 30m Distanz ermöglichen soll. Infos unter radargolf.

Blades

Geschmiedetes Eisen mit traditioneller Optik.

Bounce

Sohlenwinkel zwischen vorderer und hinterer Kante der Sohle (beim Wedge). Von ihm hängt ab, wie der Schläger durch den Boden geht. Zu viel Bounce führt dazu, dass der Schläger vom Boden abprallt, bevor er an den Ball kommt; der Ball wird getoppt. Zu wenig Bounce dagegen lässt den Schläger vor dem Ball in den Boden eingraben, was zu fett getroffenen Bällen führt. Der Bounce-Winkel kann zwischen null und 16 Grad liegen - je höher die Zahl, desto höher der Bounce. Ist der Platz nass oder Rough hoch, empfiehlt sich ein höherer Bounce-Winkel.

Butt

Das dicke Ende des Schafts. Hier wird der Griff befestigt.

Casting

Prozess, bei dem das flüssige Schlägerkopfmaterial bei hoher Temperatur in eine Form gegossen wird.

Compression

Bezeichnet die Härte des Balls. Ein Ball mit C 100 ist härter als ein Ball mit C 80.

COR-Wert

Mit dem "coefficient of restitutions" werden Geschwindigkeit bzw. Energie des Ballrückpralls (so eine Art Trampolineffekt bei Oversize-Drivern) von der Schlagfläche eines Drivers ausgedrückt. Wie hoch dieser Wert sein darf, war in der Golfbranche in 2003 Gegenstand heftiger Diskussionen. Verwirrung bei Herstellern und Konsumenten stiftete insbesondere, dass sich der amerikanische Golfverband und Royal and Ancient Golf Club nicht auf ein einheitliches Höchstmaß einigen konnten. Für deutsche Golfer gilt: Bis Ende 2007 darf der COR-Wert maximal 0,860 betragen. Ab 2008 gilt 0,830. Das gilt natürlich nur für Turniere! Außerdem wird dieser COR-Wert durch den so genannten CT abgelöst.

CT

Characteristic Time. Neuer Messwert für Kontaktzeit zwischen Ball und Schlägerkopf. Löst den COR-Wert ab.

Driver

Die teuersten Driver (z.T. 600 Euro und mehr) müssen nicht für jeden die besten sein. Speziell Einsteiger sollten wissen, dass sich das Potenzial der High-End-Driver nur mit einem soliden Schwung ausschöpfen lässt. Auch sind deren Schäfte mit meist 46" sehr lang und dadurch schwerer zu manövrieren (großer Schwungradius). Für knappe Budgets kommen Driver mit Stahlkopf infrage, während die teuren Modelle aus Graphit, Titan, Carbon bzw. einer Kombination daraus bestehen.

Eisen

Geschmiedete Schlägerköpfe haben eine edlere Optik. Außerdem trumpfen diese Modelle mit einem sehr weichen Gefühl auf und sind trotzdem tolerant gegenüber nicht genau getroffenen Schlägen. Die gegossenen Eisen sind durch den Forging-Trend aber längst nicht zum Aussterben verdammt. Das liegt schon am günstigeren Preis. In 2004 sind die Köpfe, respektive deren Sohlen, deutlich größer geworden, was u.a. auch daran liegt, dass sie bei einigen Anbietern neben der Gewichtsverteilung auch Einsätze zur Vibrationsdämpfung haben.
Gute bis sehr gute Golfer bevorzugen einen Stahlschaft, der mehr Gefühl vermittelt. Es gibt zwei Härtegrade (Flexe), regular und stiff. Graphitschäfte sind für die breite Masse.
Der Kopf ist entscheidend für das Spiel. Daher sind große Köpfe (oversized) für Freizeitgolfer genau das richtige. Kleine Köpfe werden von Spitzenspielern verwendet und verzeihen keine Fehler.

Fairway-Hölzer

Mehr Länge und Präzision stand in diesem Produktsegment ganz oben auf der Agenda der Entwickler. Bei Hölzern mit den Nummern drei und höher werden die Schlagflächen immer dünner. Statt aus Titanium (wie bei den Drivern) werden sie meist aus Stahl gefertigt. Zudem sind die Schlagflächen auch höher geformt, woduch die Köpfe allgemein wieder etwas größer werden.

Ferrule

Dämpfer aus Kunststoff zwischen Schlägerkopf und Schaft.

Flex

Ausdruck für den Widerstand des Schafts gegen Verbiegung in Längsrichtung. In der Regel werden folgende Flex-Varianten angeboten: L (Ladies), M (Medium/Seniors), R (Regular), S (Stiff), XS (Extra-Stiff). Allerdings gibt es keinen allgemein gültigen Standard für die Zuordnung; ein R-Flex von Hersteller A muss nicht so biegsam sein wie R-Flex von B.

Forging

Schmiedeprozess, bei dem das Schlägerkopfmaterial unter sehr hohem Druck in eine Form gepresst wird. Material ist damit weicher als gegossener Stahl.

Grooves

Eingefräste Rillen auf der Schlagfläche. Ohne Grooves kein Backspin!

Hosel

Verbindungsstück zwischen Schlägerkopf und Schaft.

Impact

Treffmoment, in dem der Schläger den Ball trifft (ca. 4/1000 sec).

Insert

Voll im Trend bei Puttern ist die Verwendung von Inserts in den Schlagflächen. Diese ermöglichen den Herstellern ebenfalls die Gewichtsverteilung im Kopf zu beeinflussen. Zum Einsatz kommen meist Kunststoffe, Bronze oder Aluminium. Das Material der Inserts erhöht die Kontaktzeit des Balles mit dem Schlägerblatt. Dies führt in zweiter Linie zu weniger Spin, einem besseren Gefühl, einem exakteren Geradeauslauf und mehr Kontrolle über den Ball.

Kickpoint / Flexpoint

Hier entwickelt der Schaft seine größte Flexibilität. Liegt er höher, hat dies meist eine flachere Flugkurve zur Folge. Ein tiefer Kickpoint lässt den Ball höher fliegen. Schäfte mit niedrigen Kickpoints fühlen sich flexibler an. Schäfte mit hohen Kickpoints lassen den Schlag wesentlich kompakter erscheinen.

Krone

Oberer Teil des Schlägerkopfes.

Liewinkel

Abwinkelung des Schlägerschaftes vom Kopf. Sitzt der Putter beim Ansprechen nur mit dem vorderen oder hinteren Ende am Boden auf, stimmt der Liewinkel nicht und Putts gehen eher aus der Linie.

Loft

Winkel der Schlagfläche zum Schaft. Je größer der Loft (das Loft?), desto steiler fliegt der Ball.

MOI

Moment of Inertia; Trägheitsmoment bei modernen Puttern. Je größer MOI desto ruhiger der Putt.

Offset-Schläger

Schläger dieser Art haben die Schlagfläche etwas hinter den schaft versetzt. Schwächt einen Slice deutlich ab.

Oversize

Schläger mit extra großem Schlägerkopf. Sind fehlerverzeihender.

Parallel-Tip-Schäfte

Ihr Durchmesser ist nach dem konischen Mittelteil auf den letzten 12 - 15 cm (also dem dünnsten Bereich) konstant.

Putter

Auch bei den Puttern scheint "big" "beautiful" zu sein. Man möchte durch die großen Köpfe viel Gewicht vom Schlägerblatt weg bekommen. Diese Gewichtsverteilung führt zu einer besseren Kontrolle über den Schlägerkopf. Gepaart mit einer gleichmäßigen Gewichtsverteilung innerhalb des Blattes (Face balanced) soll auch die Tendenz zum Verdrehen des Schlägers minimiert werden. Designs wie Ausrichtlinien oder besondere Designelemente (angedeutete Bälle o.ä.) sollen zudem das Handling erleichtern.
Die geläufige Länge beim Herren-Putter beträgt 35", jedoch sollten große oder kleine Spieler angepasste Putter spielen. Auch ein Putter hat Loft, in der Regel drei oder vier Grad. Bei schnellen, harten Grüns ist weniger Loft, bei langsameren Grüns mehr die richtige Wahl.

SURLYN

Kunststoff für die Herstellung von Ballschalen.

Sweet Spot

Zone auf dem Schlägerblatt, wo der Ball ideal getroffen wird und damit die maximale Distanz und Genauigkeit erreicht wird.

Taper-Tip-Schäfte

Werden nur für die Eisensätze verwendet. Ihr Durchmesser verringert sich an den dünnsten 12 - 15 cm im Gegensatz zum Parallel-Tip-Schaft.

Tip

Jenes Ende des Schafts, das mit dem Schlägerkopf verbunden wird.

Torque / Torsion

Ausdruck für den Widerstand des Schafts gegen Verdrehung um die eigene Achse. Je geringer der Torque, desto steifer fühlt sich ein Schaft an. Für den Durchschnittsspieler gilt ein Torque zwischen zwei und fünf Grad als angemessen.

Trimming

Darunter versteht man das Abschneiden des Schafts, um seine Eigenschaften noch leicht zu verändern. Geschieht meistens im Tip-Bereich.

Utility-Schläger

Eine Art Kombination aus Fairway-Hölzern und Eisen.

VFT

Variable Face Thickness. Verchieden dicke Schlagfläche bei Drivern, Fairwayhölzern und auch bei Eisen, die zum Rand düner wird.

Wedges

Wedges liegen weiter im Trend. Viele Firmen setzen dabei auch im Herstellungsprozess auf "forging", also schmelzen. Der Markt bietet zurzeit immer mehr Varianten. Da ist zum einen die unbehandelte Version "raw", die im Laufe der Zeit rostet und eine Patina bekommt, zum anderen die klassische, d.h. verchromte, und eine dunkle "gunmetal". Unterschiede zeigen sich nur gering im Spinverhalten und Gefühl. Beim Kauf orientiert man sich daher nach optischen Vorlieben. Bei der Zusammenstellung eines Schlägersets sollte man prüfen, ob anstelle der Standardsets (3 bis SW) nicht en drittes Wedge sinnvoll sein kann. Maßgeblich dafür sin ddie "halben Schläge". Annäherungen zwischen 50 und 100m zum Grün lassen sich nicht immer mit vollen Schlägen durchführen, wenn man ausschließlich das Pitching Wedge (48° Loft) und das Sand Wedge (56° Loft) einsetzt. So genannte Gap Wedges mit Lofts um die 52° schließen genau diese Lücke. Lob Wedges (58 bis 60°) erweitern den Einsatzbereich auf jene Schläge, bei denen der Ball zwar hoch, aber nicht weit fliegen muss.

Werkstoffe

Nach Holz folgte Stahl, dann Graphit (Kohlefaser) und zuletzt Titanium - heute verwendet die Golfindustrie neben Kunststoffen (z.B. Kevlar, Polymere) diverse Metalle wie u.a. Beryllium, Bronze, Kupfer, Wolfram (Tungsten), häufig auch als Multi-Material-Kombination.

Last modified: 24.09.2017