Inlineskating
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Meine Inline-Historie

Ein Inline-Hockeyspiel im Juni 1999 hat gezeigt, dass meine Fahrerfahrung auch eine Brems- und Dreherfahrung ist. Interessant war die Teilnahme am Inline-Marathon in Berlin am 26. Sept. 1999 mit der Startnummer T3831 (1:52:25).
Natürlich war ich auch am 10. Sept. 2000 mit der Startnummer T3048 (1:45:19) dabei.
Nun zum Ende der Saison 2000, das heißt eigentlich im Ausverkauf erwarb ich Inliner von Salomon (TR8).
Mit Startnummer T2946 (1:41:54) hab ich's am 30. Sept. 2001 wieder angepackt. Der Trend der Zeitverbesserung konnte fortgesetzt werden.
Eine großartige Veranstaltung fand im Rahmen der Weser-Inline-Tour statt. Über 92,2 km konnte am 9. Juni 2001 von Bremerhaven nach Bremen geskatet werden. Top Wetter und viele Teilnehmer gaben der Veranstaltung einen wirklich guten Rahmen, wenn auch über gewisse organisatorische Mängel nicht hinweggesehen werden konnte.
Ein Versuch, bereits zu Saisonbeginn einen Marathon zu absolvieren, scheiterte bei Kilometer 27. Am 21. April 2002 lief ich mit Startnummer T1402 beim Hansaplast-Marathon und musste entweder meiner Trainingspause im Winter oder meiner Pumpe, die an diesem Tag einfach nicht so wollte wie ich, Tribut zollen und aufgeben, als mich der Besenwagen eingeholt hatte. Immerhin hab ich dabei eine so genannte Handicap-Marathon-Läuferin von Weltklasse (Jeannine Rathjen) kennen gelernt.
Am 29. September 2002 war es wieder soweit. Trotz Trainingsrückstand, aber mit durchaus gutem Material habe ich am Berlin-Marathon mit der Startnummer T6902 (1:42:40) teilgenommen und wieder eine gute Zeit ins Ziel gebracht.
Eine Herausforderung der ganz anderen Art war 2003 die Flaeming-Skate-(Tor)Tour in 5 Stunden 35 Minuten.
Ein vielleicht letztmaliger Start beim Inline-Marathon am 25. September 2004 in Berlin (Startnummer T1872, 1:45:10) fand trotz mäßiger Wetterprognosen mit mir statt.
2008 war ich noch einmal beim Berlin Inline-Marathon mit der Startnummer T1166 (1:42:56) dabei. Mit neuen Skates (K2 Moto 90) waren die alten Zeiten durchaus wieder erreichbar, wenn auch das Training hätte intensiviert werden müssen.

Inline & More in Bremen

Aufgrund einer zunächst einmal sehr vorsichtigen Anfrage unter bremen.de hatte sich Bernd als Mittelpunkt von gut 150 Freizeitskatern herauskristallisiert. Mit der Vorgabe, wirklich nicht immer alleine auf Bremens Hausrunden (Blockland, Werdersee, Ochtum) skaten zu wollen, haben sich seit Saisonbeginn (April 2005) Männer und Frauen jeden Alters zum gemeinsamen Skaten verabredet. Letztlich durch Installation einer eigenen Website für Inline & More und regelmäßige E-Mail-Rundschreiben, ja sogar Kurztelefonate schien sich das Ganze zu einem sehr attraktiven Netz von Hobbyfahrern zu entwickeln.
Allerdings gab es seit Ende 2005 deutliche Tendenzen, den zweiten Teil dieses Projektes (More) sehr stark auszubauen (Spieleabende, Kulturelles gemeinsam nutzen, Wochenenderholungen, Skiurlaub, große Inline-Touren, Breminale-Teilnahme, Stammtisch, etc.), was einerseits durch den sehr langen Winter zu begründen ist, andererseits auch durch viele offensichtlich einsame Teilnehmer dieser Gruppe, die mehr suchten als nur gemeinsames Skaten. Spätestens seit Einführung eines  Jahresbeitrags hat sich das Ganze für mich erledigt und ich dreh meine Runden wieder alleine oder zu zweit.

Seit einigen Jahren mache ich meine privaten “Trainingsrunden” im Blockland in Bremen. Unterstützt und motiviert durch einen Freund komme ich so auf gut 500 Kilometer pro Saison. Zur Aufzeichnung von Körper- und Streckendaten habe ich mich jahrzehntelang auch eine einfache Medion-Pulsuhr mit Brustgurt verlassen, die wirklich treue Dienste geleistet hat. Mangels GPS in dieser Pulsuhr trug ich oftmals ein Smartphone mit der Runtastic-App dabei. Aber die Aufzeichnung war nicht wirklich zuverlässig und irgendwie auch umständlich. Im Mai 2015 habe ich mir daher einen Sport-Activity-Tracker (Fitbit Surge) gekauft, der alles in einem Gerät erledigt: Stoppuhr, Pulsmessung (ohne Brustgurt), GPS-Routing. Die aufgezeichneten Daten lassen sich gut auf der Fitbit-eigenen Homepage betrachten. Den Link zu meinen Inline-Trainingsrunden werde ich hier jedoch nicht posten.

Flaeming-Skate-Tour 2003

Es ist vollbracht, die RK1, die große Runde des Flaeming-Skate-Rundkurses. Drei Freunde aus Bremen, Berlin und Frankfurt hatten sich für den Freitag, 30.5.2003 um 10:00h in Kolzenburg verabredet, um gemeinsam die große Runde zu skaten.

Meeting

Das Treffen hat gut geklappt, ca. 2 km südlich von Luckenwalde in Richtung Jüterbog gibt es nach links den Abzweig nach Kolzenburg, dann immer geradeaus fährt man direkt auf den kleinen Dorfteich zu; links davon ist das Hotel/Restaurant "Eichenkranz", nach rechts geht es zu weiteren Parkplätzen und einem Skate-Übungsplatz.

Kurse

Es gibt den großen Rundkurs RK1 sowie zwei kleinere Runden RK2 und RK3, deren äußere Teilstrecken auch den RK1 ausmachen - die kurzen Rundkurse liegen beide vollständig innerhalb der großen Runde. Die Skatebahn läuft direkt vor dem genannten Haus vorbei, die Startlinie für RK1 und RK2 befindet sich ca. 200 m südlich (vom Hotel gesehen rechts), ein breiter blauer Strich über den Weg. Die Wegweisung und Kilometerzählung erfolgt im Uhrzeigersinn; wir sind gegen den Uhrzeigersinn (also Richtung Süden) gestartet und ich bin geneigt zu behaupten, dass diese Richtung sich besser fährt als die vorgesehene Richtung, auch wenn mir der Vergleich fehlt.

Zustand

Insgesamt eine sehr gut ausgebaute und gut gepflegte Strecke, fast durchgehend feiner Asphalt ohne Fugen oder Ausbesserungen; natürlich liegt die Bahn nicht aus der Welt und so sind immer wieder Straßen zu kreuzen, aber der Großteil der Strecke führt abseits des Straßenverkehrs. Einzig am Anfang (in unserer Richtung), dort wo RK1 und RK3 sich wieder trennen und dann am Nordende in Jänickendorf war die Streckenführung etwas unklar.
Wegen der Richtung: wenn man am östlichsten Punkt in Petkus angekommen ist, hat man schon 60 km der Strecke hinter sich, die im Forum als so gefährlich diskutierte Abfahrt mit nachfolgender S-Kurve ist ein einziger Lacher - wer da nicht runter- und vorbeikommt, sollte sich definitiv bei einem Skate-Grundkurs anmelden - die so genannte Gefahr ist gar keine (mehr), und außerdem wurde die Innenseite der "S-Kurve" mit Asphalt verbreitert und damit entschärft; entsprechende Bilder gibt es unter "Galerie" bei der genannten Site.
Was übrig bleibt, ist in Ließen eine steile Abfahrt von ca. 100 m, die abrupt an einem Fußgänger-Fanggitter endet, durch das man sich hindurchschlängeln muss - das ist wirklich eine haarige Stelle, aber entgegen unserer Fahrtrichtung.

Zum Verschnaufen

Aber gegen den Uhrzeigersinn folgt nach Petkus und Ließen eine schier endlose Abfahrt, über viele Kilometer geht es stetig bergab; das ist der Lohn für den dauernden Aufstieg am Anfang der Runde - vom Start bis hinunter zum südlichsten Ende (Oehna) und weiter nach Osten bis nach Hohenseefeld ging es dauernd leicht bergauf. Aber Rundkurs heißt, dass man jede Höhe, die man erklettert, auch wieder runter fahren darf :-)

Das ganze Drumherum

Die Gegend ist fein (wenn man sowas mag), es gibt jede Menge kleiner Hotels und Pensionen, und - was den Frankfurter mehr interessiert - hat verschwiegene Waldwege, die sich für eine Übernachtung anbieten; Details spare ich mir, weil jener gerne auch beim nächsten Mal noch dort schlafen können will.
Und für die Erfrischung (und gegen die Schweißkrusten überall am Körper) nach der anstrengenden Tour findet sich in Holbeck ein See mit unbewachter (kostenfreier) Badestelle. Das Wasser ist natürlich, etwas moorig, nicht gechlort, und stellenweise sehr kühl, weil da offenbar ein Flüsschen hindurchgeht - übrigens führt der RK1 direkt an dem Badesee vorbei, ca. 15 km vor dem Ziel (wie geschrieben, gegen den Uhrzeigersinn).

Links

Eine recht gute Übersicht mit Streckenbeschreibung, Hotelverzeichnis und einigem Drumherum gibt es in fast allen Hotels/Restaurants oder vom Tourismusverband Fläming e.V.

Trinken

Noch etwas: wir haben die Tour am Freitag nach Himmelfahrt gemacht, mit Superwetter, ca. 30°C, relativ wenigen Skatern auf der Bahn. Ich habe an diesem Tag über 4 l Wasser getrunken. In Wiepersdorf hatten wir eine Pause mit Imbiss eingelegt, da gab es den "Albrechts Imbiss", laut Schild ca. 300 m abseits des Kurses. Der Eisbecher lecker und der Döner (2,50 €) riesig, und die Betreiberin war sehr freundlich (ließ uns ohne Murren mehrere Wasserflaschen am Hahn nachfüllen).

Resümee

Über 90 km (wahrscheinlich 95 km) sind mit einem Marathon einfach nicht zu vergleichen. Es war eine sehr anstrengende Tour, aber Alles in Allem: super! Meine Pulsuhr zeigte letztlich 5:35 h Nettofahrzeit und einen Kalorienverbrauch von 5900 kCal bei durchschnittlichen 155-175 Pulsschlägen pro Minute.

Last modified: 01.11.2016